nach Corona.

"War es das schon?", fragen wir uns. Zwei Jahre waren wir vorsichtig, haben gelernt, anders zu leben, mit diesem Virus zu leben. Jetzt, zu Ostern 2022, spüren wir, dass das Leben wieder aufatmen will - und gleichzeitig hören wir von vielen Corona-Infektionen im Bekanntenkreis.

Unsere kirchliche Arbeit ist noch nicht wieder so wie früher. Wer weiß, vielleicht werden uns manche Veränderungen noch lange begleiten. Aber in diesem Jahr feiern wir Ostern wieder vor Ort, in unseren Kirchen. Feiern Andachten und Gottesdienste, tragen dabei Masken (ja...), aber können auch wieder singen. Deswegen finden Sie aktuelle Informationen zu unseren Gottesdiensten nicht mehr in der Rubrik "Kirche in Coronazeiten" - sondern wieder "ganz normal" auf den Seiten unserer Homepage.

Die alten Seiten, auf denen auch wir selber manchmal noch nachschauen, um uns zu erinnern, wie das eigentlich im Jahr 2020 und 2021 bei uns war - wir lassen Sie noch online. Denn dort findet sich manche Anregung...

 

So fing für uns alles an - März 2020.

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.
                       (2. Timotheus 1,7)


Liebe Mitbürger_innen in Bissendorf, Bissendorf-Wietze, Gailhof, Wennebostel, Scherenbostel, Wiechendorf und Schlage-Ickhorst –

die Ausbreitung des Corona-Virus und die ernst zu nehmenden Folgen für Menschen und das Gesundheitssystem in unserem Land machen es notwendig, besondere Maßnahmen zu ergreifen. Die Bundesregierung hat dazu aufgerufen, nach Möglichkeit auf sämtliche Sozialkontakte zu verzichten. Dadurch sollen die Verbreitung des Virus verlangsamt und somit Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte entlastet werden.
Als Kirchengemeinde ordnen wir uns ein in diesen Gemeinsinn – der Geist der Kraft ist in dieser Situation, sich selbst einmal zu stoppen und unterzuordnen, Besonnenheit heißt das wirklich Notwendige zu finden und der Geist der Liebe erinnert uns daran, dass es nicht um uns geht – sondern um die Verletzlichen in unserer Gesellschaft: Risikopatienten, Immungeschwächte, Kranke und Ältere und all die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheits- und Rettungswesens und an den Stellen, die für die Gesellschaft jetzt so wichtig sind.

In unseren Kirchengemeinden kommen zu unseren Angeboten oft Menschen, die zu der Risikogruppe gehören – an normalen Tagen leben wir gerade davon, dass wir uns hier offen und herzlich begegnen. Aber heute denken wir um:
Wir verstehen die nachstehend beschriebenen Maßnahmen daher als Ausdruck gelebter Nächstenliebe und begreifen sie als Versuch, die Gefährdeten (direkt und indirekt) zu schützen.

Unsere Gottesdienste und Veranstaltungen ruhen ab heute. Aber wir treffen jetzt noch keine Entscheidungen für die nächsten Wochen. – Wenn wir wieder Gottesdienst feiern, werden wir darüber informieren!
Auch alle weiteren Veranstaltungen finden vorerst nicht statt: Konfirmandenarbeit, Gruppen und Kreise.
Das Angebot der Langenhagener Tafel dient der Versorgung von Menschen – solange die Langenhagener Tafel ihren Betrieb aufrecht erhält, findet die Ausgabe in einer angepassten Form an Freitagen weiterhin statt.

Trotz aller notwendigen Beschränkungen geht das Leben in unseren Orten weiter:
- Als Kirchengemeinden in der Wedemark organisieren wir mit dem MGH Mellendorf einen Einkaufsdienst für Menschen, die in dieser Situation besser in der Wohnung bleiben sollten.
- Für Gespräche sind wir telefonisch zu erreichen – Pastorin Wibke Lonkwitz: 05130-6099208, Pastor Thorsten Buck: 05130-3559.
- Unsere Glocken rufen wie immer zum Gebet. Lasst uns das Glockenläuten um 7, um 12 und um 17 Uhr ein Zeichen der Gemeinschaft sein. Als sichtbares Zeichen brennt im Turmraum der Michaeliskirche eine Kerze. Und in den nächsten Tagen steht der Turmraum Besucherinnen und Besuchern tagsüber offen.

Für die Kirchengemeinde St. Michaelis –
Für den Kirchenvorstand: Elisabeth Wöbse - Pastorin Wibke Lonkwitz – Pastor Thorsten Buck